Wiener Pauke  
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Klangcharakteristik


Am Ende dieser Seite finden Sie eine KURZE ZUSAMMENFASSUNG aus der Publikation

Der Wiener Klangstil

beruhend auf der umfangreichen Forschungsarbeit mit Pauken aus der Produktion Wolfgang Schuster:

Die Wiener Pauke.
Eine Dokumentation der akustischen
und klanglichen Besonderheiten.

Gemeinsames Forschungsprojekt des Internationalen Orchesterinstituts Attergau und des Instituts für Wiener Klangstil der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in Zusammenarbeit mit dem Technischen Museum Wien. Durchführung: Acoustic Research Team.
Leitung: Dr. Matthias Bertsch. Wien, 1999/2000.

Beide komplette Publikationen können in deutscher und englischer Sprache beim Institut für Wiener Klangstil der Musikuniversität Wien angefordert werden.

Die Wiener Pauke kann und soll keine Pedalpauke ersetzen. Sie dient vielmehr dazu, die Werke der Klassik mit klanglich-stilistisch höchster Authentizität zu interpretieren.


Der Wiener Klangstil


Wo liegt nun der Unterschied zwischen Wiener Pauken mit Ziegenfell und international üblichen Pauken mit Kunststoffell?
  1. Der Klang der Wiener Pauke hat einen stärkeren "tonalen Charakter", der der internationalen Pauke mehr einen geräuschhafteren Charakter.

Die nachfolgende Abbildung zeigt eine 3D-Analyse eines Paukenschlages (Schlägeltyp: mittel). Die Zeit läuft von hinten nach vorne, die Frequenz von links nach rechts und die Amplitude (Stärke) ist auf der senkrechten Achse aufgetragen. Die einzelnen Teiltöne erkennt man als mit der Zeit niedriger werdende "Bergrücken". Der Grundton (Mode 11) ist schwarz markiert, die Quinte (Mode 21) ist blau und die Oktave (Mode 31) ist rot markiert.

3D-Analyse eines Paukenschlages

Deutlich ist zu erkennen, dass bei der Wiener Pauke die harmonischen, ganzzahlig vielfachen (radialen) Moden stärker ausgeprägt sind als bei der internationalen Pauke. Viele inharmonische Teiltöne im Klang und Schwebungen bei der Internationalen Pauke verstärken den Geräuschanteil.

 Wiener Pauke Die Tabelle links zeigt einen Ver-gleich der Amplitude des Grund-tones (das ist die Auslenkung des Paukenfells der Mode 11 in Nano-meter), mit dem Laser gemessen.
  1. der Klang der Wiener Pauke ist modulations-fähiger. Das Ziegenfell reagiert stärker auf unterschiedliche Kopf- und Schlägelmaterialien.
 
Zum Downloaden bitte klicken! Download: Wiener Klangstil.pdf (1 MB) 

 © 2000 Matthias Bertsch


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